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Corona weltweit: Höchststände in Frankreich und Italien – Politik


Frankreich hat mit mehr als 100 000 Corona-Infektionen innerhalb eines Tages einen Höchstwert verzeichnet. Nach offiziellen Angaben vom Samstagabend wurden 104 611 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden gemeldet, so viele wie noch nie seit Pandemiebeginn. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag landesweit zuletzt bei knapp 647 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche. Deutschland stuft Frankreich aktuell als Hochrisikogebiet ein.

Frankreichs Regierung will angesichts der drastisch steigenden Zahlen die Zugangsregeln etwa für die Gastronomie und Kulturbetriebe ändern. Zurzeit gilt dort sowie an zahlreichen weiteren Orten 3G. Künftig soll ein negativer Test alleine nicht mehr ausreichen. Ein entsprechendes Gesetz will die Regierung in einer Sondersitzung am Montag auf den Weg bringen, es soll Mitte Januar verabschiedet werden.

In Italien wurden am Samstag 54 762 neue Corona-Infektionen registriert. Damit meldet das Gesundheitsministerium den dritten Tag in Folge einen neuen Höchstwert. Seit dem Ausbruch im Februar vergangenen Jahres sind in Italien rund 5,57 Millionen Ansteckungen registriert worden. Mit 136 530 Todesfällen im Zusammenhang mit Covid-19 hat das Land nach Großbritannien die meisten Corona-Toten in Europa zu beklagen. Zuletzt starben in Italien 144 weitere Menschen an oder mit dem Virus. (25.12.2021)

Fast 300 000 Infektionen in den USA

In den USA melden die Gesundheitsbehörden mindestens 297 099 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Mindestens 1176 weitere Menschen starben mit oder an dem Coronavirus. Die USA, wo rund 330 Millionen Menschen leben, weisen weltweit die höchsten Infektions- und Totenzahlen auf. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie mehr als 52,15 Millionen Ansteckungsfälle nachgewiesen, mindestens 819 249 Menschen starben. Omikron hat in dem Land Delta als häufigste Virusvariante bereits verdrängt.

Auch in Russland starben erneut viele Menschen. Die Gesundheitsbehörden verzeichnen 981 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden. Zudem haben sich 24 946 Menschen nachweislich infiziert. (25.12.2021)

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Mehr als 4500 Flüge über die Weihnachtsfeiertage storniert

Angesichts der stark ansteigenden Omikron-Infektionen sind weltweit mehr als 4500 Flüge über die Weihnachtsfeiertage storniert worden. Fast 10 000 starteten am Freitag zudem erst mit Verspätung. Dies berichtet die Internetseite FlightAware, die Flüge weltweit verfolgt.

Die Fluggesellschaften haben Schwierigkeiten, ausreichend Personal für ihre Flüge bereit zu stellen, weil sich derzeit so viele Besatzunsmitglieder krank melden. “Wir schauen jetzt von Tag zu Tag”, sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft United Airlines am Freitag.

Auch die Lufthansa hatte kurz vor Weihnachten Interkontinentalflüge gestrichen, weil sich so viele Piloten krankgemeldet hatten. Betroffen seien vom 23. bis 26. Dezember vor allem Verbindungen über den Nordatlantik etwa nach Boston, Houston und Washington, hatte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag gesagt. In diesem Verkehrsgebiet könnten die Passagiere am leichtesten umgebucht werden. Auch ein Hin- und Rückflug nach Japan wurde abgesagt. “Wir haben mit einem sehr großen Puffer geplant. Der reicht aber für die extrem hohe Krankenquote nicht aus”, so der Sprecher. Über einen Zusammenhang mit der Omikron wolle er nicht spekulieren, da Lufthansa nicht über die Art der Erkrankungen informiert werde. (25.12.2021)

Jeder Zehnte Londoner wohl mit Corona infiziert

In London hat sich wohl einer von zehn Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Die jüngste tägliche Schätzung des nationalen Statistikamtes ONS zeigt, dass am Sonntag rund 9,5 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner Londons mit dem Virus infiziert waren. Schätzungen für England ergeben, dass sich die Ausbreitung des Virus beschleunigt hat. Danach war in den sieben Tagen von 13. bis 19. Dezember einer von 35 Menschen infiziert. In den sieben Tagen bis 16. Dezember war es noch einer von 45 Menschen.

Der britische Premierminister Boris Johnson rief seine Landsleute auch deshalb in seiner Weihnachtsansprache auf, sich vor Familientreffen auf das Coronavirus zu testen und sich impfen zu lassen. “Obwohl die Zeit, um Geschenke zu kaufen, theoretisch ausläuft, gibt es noch immer eine wundervolle Sache, die ihr eurer Familie und dem ganzen Land schenken könnt – und das ist, sich impfen zu lassen”, sagt Johnson einem Redetext zufolge in seiner Ansprache an die Nation am Heiligabend.

Trotz einer Rekordzahl an Neuinfektionen durch die Omikron-Variante gelten in Großbritannien über Weihnachten keine Kontaktbeschränkungen oder andere schärfere Maßnahmen. In den Krankenhäusern in England zeichnet sich allerdings bereits ab, dass schon in Kürze eine Überlastung drohen könnte. Innerhalb einer Woche stiegen die Krankmeldungen im Zusammenhang mit Covid-19 im englischen Gesundheitsdienst um fast 40 Prozent, wie der Guardian berichtete. Die Zahl der Covid-Patienten in Krankenhäusern steigt.

Johnson rief dazu auf, sich insbesondere vor Treffen mit gefährdeten Angehörigen auf das Virus zu testen. Er glaube jedoch, dass dieses Weihnachten “signifikant besser” sein werde als das letzte, sagte der konservative Politiker. 2020 hatte die Regierung wegen der aufkommenden Alpha-Variante kurz vor dem Fest alle Feierlichkeiten verboten. Die Impfung bezeichnet Johnson als “unsichtbares Geschenk von unschätzbarem Wert”. Sie mache es möglich, dass in diesem Jahr wieder mehr Feierlichkeiten möglich seien. (24.12.2021)

US-Behörde reduziert Isolationsdauer für Gesundheitspersonal

Aus Sorge vor einer Überlastung der Krankenhäuser wegen Omikron haben die US-Gesundheitsbehörden die Isolationsdauer für Gesundheitspersonal nach einer Corona-Infektion reduziert. Wer einen negativen Test und keine Symptome habe, könne nach sieben Tagen an den Arbeitsplatz zurückkehren, teilte die Gesundheitsbehörde CDC am Donnerstag mit. Normalerweise empfiehlt die CDC eine Isolationsdauer von zehn Tagen. Unter Isolation versteht die CDC die Zeit nach einer bestätigten Infektion.

“Unser Ziel ist es, das Gesundheitspersonal und die Patienten zu schützen und eine übermäßige Belastung unserer Gesundheitseinrichtungen zu vermeiden”, sagte CDC-Chefin Rochelle Walensky. Beschäftigte im Gesundheitswesen, die alle empfohlenen Corona-Impfdosen erhalten hätten, müssten nach einer Hochrisikoexposition außerdem nicht zu Hause in Quarantäne bleiben. Diese Leitlinien gelten nur für das Gesundheitspersonal. In den USA ist Omikron mittlerweile dominant. Die Corona-Fallzahlen sind zuletzt in die Höhe geschnellt. US-Präsident Joe Biden setzt vor allem auf eine Rüstung der Krankenhäuser. (24.12.2021)

Australien verringert Intervall zu Booster-Impfungen

In Australien werden ab Jahresbeginn die Intervalle zwischen der Covid-Zweitimpfung und dem Booster verkürzt. Gesundheitsminister Greg Hunt sagte am Freitag, dass die Bürger ihre Booster-Impfung ab 4. Januar schon vier Monate nach der Zweitimpfung erhalten dürften. Ab Ende Januar soll dieser Intervall auf drei Monate gesenkt werden, wie die Immunisierungs-Beraterkommission mitteilte. Aktuell kann der Booster erst nach fünf Monaten verabreicht werden. Mit diesen Änderungen erhöht sich die Zahl der Australier, die eine Booster-Impfung beanspruchen können, von aktuell 3,2 Millionen auf 7,5 Millionen zu Jahresbeginn. Mit der weiteren Intervall-Verkürzung Ende Januar stiege diese Zahl auf 16 Millionen. (24.12.2021)

Sundance Festival im Januar schreibt Teilnehmern Booster-Impfung vor

Das Sundance-Filmfestival im US-Staat Utah hat wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante die Auflagen verschärft. Teilnehmer des größten US-Filmfest für unabhängige Produktionen müssen nun eine Booster-Impfung vorweisen, wie die Veranstalter am Donnerstag mitteilten. Zudem gelten Maskenpflicht und andere Hygieneregeln. Das in den 1980er Jahren von Robert Redford begründete Festival soll vom 20. bis zum 30. Januar in der Wintersportregion Park City stattfinden. Gewöhnlich pilgern Zehntausende Filmfans zu dem Event in Utah, doch pandemiebedingt war das Filmfest zuletzt ins Internet verlegt worden. 2022 werden bei dem geplanten Hybrid-Event nun wieder Besucher vor Ort und zusätzlich online erwartet. (24.12.2021)


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